Modernisierte Ausbildung Apparatebauer

Modernisierte Ausbildung Apparatebauer

Ob Marmelade, Bier oder Kosmetika: Für Produkte der Lebensmittel-, Chemie-, Petrochemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie, für Brauereien, Brennereien sowie für den Schiffbau braucht es die unterschiedlichsten Behälter, Apparate und Rohrleitungen. Hergestellt werden diese von Behälter- und Apparatebauerinnen und -bauern. Die dreieinhalbjährige Berufsausbildung des Handwerks hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung jetzt gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis auf den neuesten Stand gebracht. Die neue Ausbildungsordnung tritt am 1. August 2018 in Kraft.

Ausschlaggebend für die Modernisierung waren veränderte betriebliche Arbeits- und Geschäftsprozesse sowie moderne Werkstoffe, Maschinensysteme und Fertigungstechniken vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung. Dem Bereich „Kundenorientierung“ wird ein höherer Stellenwert zugewiesen und die bisherige Prüfungsstruktur durch die gestreckte Gesellenprüfung ersetzt.

Behälter- und Apparatebauer/-innen arbeiten in Metallbau- und Maschinenbauunternehmen. Im Jahr 2016 erlernten insgesamt 192 Auszubildende den Beruf; 2017 wurden 57 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Übernahmeaussichten sind sehr gut. Nach der Gesellenprüfung kann eine Weiterqualifizierung zum/zur Behälter- und Apparatebauermeister/-in oder zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in in den einschlägigen Fachrichtungen angeschlossen werden.

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