Jeder dritte Student findet Miete zu teuer

Jeder dritte Student findet Miete zu teuer

Spitzenreiter bei den studentischen Mieten sind Frankfurt, Hamburg und München. In günstigen Studentenwohnheimen leben nur 12 % der befragten Studenten.

Durchschnittlich 385 € im Monat geben nicht mehr zuhause lebende Studenten für die Miete aus. Mit 495 € zahlen diejenigen am meisten, die sich eine Wohnung mit der Partnerin oder dem Partner teilen. 405 € zahlen alleinlebende Studenten, gefolgt von durchschnittlich 338 € in einer Wohngemeinschaft und 291 € im Studentenwohnheim, wo mit 12 % der Befragten der kleinste Anteil lebt. 31 % sind der Meinung, dass ihre Miete zu hoch ist, weitere 58 % empfinden die Mietpreise in ihrem jeweiligen Wohnort generell als Problem. Ermittelt hat das der Studienfonds-Anbieter Deutsche Bildung im CampusBarometer, eine Online-Umfrage unter mehr als 6.900 Studentinnen und Studenten.

Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, müssen knapp die Hälfte ihres Budgets (46 %) allein für die Miete aufwenden.
Vor allem der Standort beeinflusst die Miethöhe: Für eine Wohnung – unabhängig davon, ob die Studenten alleine, mit einem Partner oder mit Mitbewohnern leben – zahlen die Studienteilnehmer in Thüringen (322 €), Sachsen (328 €) und Sachsen-Anhalt (329 €) die geringste Monats-Warmmiete.

In Hamburg (502 €), Hessen (455 €) und Berlin (454 €) ist die durchschnittliche Monatsmiete am höchsten. Teilnehmer, die in den Städten Frankfurt (565 €), Hamburg (502 €) oder München (473 €) studieren, müssen besonders tief in die Tasche greifen. Es folgen die Mieten für die Hochschulstandorte Darmstadt (464 €), Mannheim (459 €), Stuttgart (456 €), Bonn (451 €) und Berlin (454 €). Weit günstiger kommen Befragte weg, die in Chemnitz (292 €), Albstadt (313 €), Greifswald (316 €) oder Halle (322 €) eingeschrieben sind.

„Über 500 € für ein WG-Zimmer machen ein Studium in immer mehr Städten zu einer Frage des Budgets und damit der Bildungschancengerechtigkeit. Die Mieten sind das derzeit größte Problem in der Finanzierung des Studiums und schränken damit die Wahlfreiheit ein, was Studiengang und Hochschule betrifft“, sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung.

Weitere Informationen zum Thema Studium finden Sie hier – jede Menge Links haben wir hier zusammengestellt.

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