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Kostenlose Broschüre zum Download: Urheberrecht bei Social Media

 

Social Media ist für viele Menschen mittlerweile fester Bestandteil ihres Alltags: In der Mittagspause wird schnell das neues Urlaubsfoto von Freunden geliked, ein neues Musikvideo geteilt und ein Foto vom eigenen Mittagessen gepostet. All dies geschieht so nebenbei und ohne großes Kopfzerbrechen darüber, ob damit Rechte verletzt werden. Nutzer fühlen sich grundsätzlich sicher, schließlich machen es ja alle so. Aber auch bei Social Media gilt das Urheberrecht.

Durch Social Media können Nutzer Meinungen, Interessen und Daten digital miteinanderteilen. Insbesondere für Jugendliche ist die Vernetzung mit Gleichgesinnten von großer Bedeutung. Allerdings können sich die Kommunikation und der Austausch von Fotos, Videos und Texten durch die diversen Social Media-Dienste aufs Urheberrecht auswirken.

In diesem eBook haben das Experten-Team von www.urheberrecht.de die wichtigsten Informationen zum Urheberrecht im Bereich Social Media zusammengestellt. Darin enthalten sind unter anderem Definitionen zu den wichtigsten Social Media Diensten und den dort genutzten Formen der Kommunikation. Hinzukommen allgemeine Informationen zum Urheberrecht. Sie erfahren welche Rechte ein Urheber besitzt und wann es durch einen Verstoß gegen diese zu einer Urheberrechts-verletzung kommt.

Ergänzend dazu gibt es Verhaltensregeln, mit denen Sie sich möglichst sicher in der Welt der sozialen Medien bewegen.

Hier geht’s zum kostenlosen Download (PDF)

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Geschäft mit der Vorfreude: Tücken bei vorbestellten Spiele-Neuheiten

Vor Messen wie der Gamescom oder zum Weihnachtsgeschäft fixen Händler die Vorfreude der Spielfans an und locken mit der Vorab-Bestellung der Neuheiten am Markt. Denn Computer- und Videospiele können mittlerweile vor dem Verkaufsstart auf Datenträgern im Laden, per Online-Handel oder digital auf Plattformen wie Playstation Network, Xbox Live, Nintendo eShop, Steam oder Origin reserviert werden. Und Gamerinnen und Gamer setzen darauf, das begehrte Spiel – egal, ob mit oder ohne Anzahlung – am Erscheinungstag auf dem Display am Start zu haben. Nebenbei hoffen sie auch, Vorbesteller-Boni wie Beta-Zugänge oder Spiel-Gegenstände abstauben zu können, die oftmals limitierten „Day-One-Editions“ vorbehalten sind.

Doch oft ist es leider so, dass die später im Handel feilgebotenen Versionen bei der grafischen Gestaltung und den technischen Finessen hinter der Ankündigung der Spielemacher auf der Messe zurückbleiben und in der präsentierten Form nicht zu haben sind. „Wer heiß auf die neuen Games ist und diese blind bestellt, sollte die Konditionen des Deals zuvor genau prüfen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Vor allem, wenn die Vorbestellung mit Kosten verbunden ist“, rät die Verbraucherzentrale NRW. Im Zweifel sollten sich Gamer gedulden und die offizielle Veröffentlichung abwarten und sich ausgiebig im Netz bei Lets-Play-Streams, Online-Magazinen oder -Foren über den Standard der Spieleneuheiten informieren. Die Verbraucherzentrale unterstützt die Suche nach der optimalen Version mit folgenden Tipps:

Skepsis vor Spielfreude angebracht:

Gamer sollten den Vorzug der vermeintlich exklusiven Vorbesteller-Boni vorher checken. Häufig handelt es sich hierbei um kosmetische Augenwischerei – etwa durch den Auftritt imposanter Avatare – und nicht um spielsteigernde Funktionen. Auch die angeblich limitierten „Day-One-Editionen“ mutieren zu Ladenhütern und werden oft noch Wochen oder gar Monate nach Verkaufsstart im Laden oder Online-Shop angeboten.

Spielregeln bei Vorbestellungen:

Wer eine Spieleneuheit ordert, kann die Vorbestellung oft bis zum Verkaufsstart beziehungsweise Versand rückgängig machen, weil ein verbindlicher Vertrag erst mit Veröffentlichung beziehungsweise Versand der Ware gültig ist. Dieser Rückzug empfiehlt sich vor allem dann, wenn zwischen Game-Ankündigung und realem Game-Play viel Zeit vergangen oder der Preis des Spiels erst am Erscheinungstag, jedoch noch nicht bei Vorbestellung bekannt ist. Tipp: Manche Händler garantieren bereits bei der Vorbestellung ihrer Spielware den später auf dem Markt günstigsten Preis. Einige lokale Anbieter hingegen verlangen bei einer Vorbestellung gleich eine Anzahlung. Spiele-Kunden sollten sich vergewissern, dass sie die Vorbestellung kostenlos rückgängig machen können. Dazu gehört, dass sie die Anzahlung komplett zurückerstattet bekommen, vor allem wenn das begehrte Spiel nicht zum zugesagten Erscheinungsdatum verfügbar ist.

Altersfreigabe bei Online-Bestellung beachten:

pixabay.compixabay.com

Bei Unterhaltungssoftware, die von der freiwilligen Selbstkontrolle der digitalen Spieleindustrie erst ab 18 Jahren mit dem Hinweis „ USK ab 18“ oder „Keine Jugendfreigabe“ versehen ist, darf die online bestelle Ware nur an volljährige Empfangsberechtigte ausgehändigt werden, die sich persönlich ausweisen können. Für die Lieferung mit Prüfung des Identifikationsnachweises wird in einigen Fällen ein höheres Versandentgelt fällig.

Widerruf des Kaufvertrags:

Im Gegensatz zu Gamern, die ein begehrtes Spiel im Laden ordern, können Online-Kunden innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt eines Spielepakets den Kaufvertrag widerrufen und die Ware zurückschicken. Sie bekommen anschließend den Kaufpreis und mögliche Versandkosten erstattet. Hierzu darf jedoch das Klebesiegel der Spieleverpackung nicht entfernt werden und erst recht kein Lizenzschlüssel verwendet worden sein. Auch der Erwerb der „heißen Ware“ über eine digitale Spieleplattform berechtigt zur Rückgabe innerhalb von 14 Tagen, falls Kunden nicht einem vorzeitigen Vertragsbeginn zugestimmt und außerdem ihre Kenntnis vom Widerrufsrechtverlust ausdrücklich bestätigt haben.

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Täuschend echt! Warnung vor Online-Fake-Shops

Handtaschen, Designer-Klamotten, High-Tech-Trendprodukte und Marken-Uhren: Im Internet werben Shops mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte Produkte zum Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten, sollten Kundenaugen vor einer Bestellung besonders wachsam sein. Denn Fälscher bieten auf kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Waren an, die niemals oder nur als schlechte Kopie den Weg zum Käufer finden.

Ihren Fake mit einem Online-Shop lassen sich die Schwindler von Kunden teuer bezahlen. „Wer in die ausgelegte Falle tappt und den verlangten Betrag für das begehrte Produkt vorab überweist, hat kaum eine Chance, sein gezahltes Geld jemals wiederzu-sehen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Wird die Echtheit eines Shop-Angebots nur vorgegaukelt, um zu kassieren, handelt es sich um Betrug. Eine solche Täuschung sollte angezeigt werden. Jedes gemeldete Delikt wird von der Polizei strafrechtlich verfolgt. Hier erfahren Online-Käufer, an welchen Merkmalen Fake-Shops vor einer Bestellung erkennbar sind und was zu tun ist, falls man auf ein Schwindelangebot hereingefallen ist:

Untrügliche Erkennungszeichen Fehlanzeige:

Ob es bei den Angeboten im Online-Handel immer mit rechten Dingen zugeht, ist selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, gehen bei ihren Fake immer perfekter und perfider ans Werk: Durch das Kopieren oder Fälschen von Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirkt ein Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt. Um Seriosität vorzugaukeln, sind das Impressum mit der Händleradresse oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten abgekupfert beziehungsweise frei erfunden.

Alle Angaben prüfen:

Brian A Jackson/shutterstock.comBrian A Jackson/shutterstock.com

Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und –kosten ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie „Trusted Shop Guarantee“ (Trusted Shops), „s@fer-shopping“ (TÜV Süd) und „Geprüfter Onlineshop EHI“ (EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und dadurch auf die Homepage des Prüf-Unternehmens weitergeleitet wird.

Vorsicht bei Vorkasse:

Kunden werden bis zum Drücken des Kaufbuttons mehrere – auch kundenfreundliche – Zahlungsweisen angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des geforderten Betrags verlangt. Auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn sie Artikel nur bei Online Händlern ordern, die mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stellen. Sicher sind Zahlungen auf Rechnung oder per Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden erst bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per Lastschrift kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen rückgängig gemacht werden.

Fälscher zocken unerkannt ab:

Wenden sich Reingefallene über die angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware oder ihr gezahltes Geld zurück zu erhalten, werden sie oft immer wieder vertröstet. Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet. In den meisten Fällen sind Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher, aber haben das Nachsehen.

Fake-Shop-Opfer sind nicht wehrlos:

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten kann eine Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Inwieweit dies gilt, weiß die Bank. Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von Online-Bestellungen gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots. Betroffene können die ausgedruckten Unterlagen in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW prüfen lassen und Strafanzeige bei der Polizei stellen.

Weitere Informationen zu den Erkennungszeichen von Fake-Shops im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshops

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Was gilt in der Probezeit?

Für jeden jungen Menschen ein aufregender Start in einen neuen Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen: die Berufsausbildung. Vor allem die obligatorische Probezeit bereitet manchem Berufseinsteiger schlaflose Nächte. Wer möchte schon die mühsam ergatterte Lehrstelle gleich wieder verlieren?
Die Experten der Hamburger Rechtsschutzversicherung Advocard klären auf, worauf sich Azubis während der Probezeit einstellen sollten: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet,..“, sagt der Volksmund. Eine Berufsausbildung dauert zwar nicht ewig, aber immerhin zwei bis drei Jahre. Umso wichtiger, dass sowohl der ausbildende Betrieb als auch der Auszubildende noch einmal die Gelegenheit bekommen, die „Notbremse“ zu ziehen, wenn sie feststellen, dass sie einfach nicht zusammenpassen.

Deshalb erlaubt der Gesetzgeber eine Probezeit nicht nur, sondern schreibt sie sogar im Berufsbildungsgesetz vor: Mindestens einen Monat muss diese Testphase zu Beginn einer Ausbildung dauern. Dabei ist es auch unerheblich, ob der Auszubildende bereits im Betrieb tätig war, zum Beispiel als Praktikant oder Aushilfe.

Lieber ein Ende mit Schrecken:

Auch beim sorgfältigsten Auswahlverfahren können Fehler passieren: Arbeitgeber stellen immer wieder fest, dass ein Auszubildender schlichtweg die Anforderungen nicht erfüllt. Während der Probezeit hat der Arbeitgeber dann die Möglichkeit, das Ausbildungsverhältnis ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen. Nach Ablauf der Probezeit kann er dem Auszubildenden nur noch aus einem wichtigen Grund fristlos kündigen, ansonsten ist eine Kündigung nur im Rahmen der gesetzlichen Frist möglich. Aber nicht nur für den Betrieb ist die Probezeit eine wichtige Entscheidungshilfe. Immer wieder werfen auch Lehrlinge vorzeitig die Flinte ins Korn. Wer zum Beispiel eine Bäckerlehre beginnt und schon bald feststellt, dass er ein ausgeprägter Morgenmuffel ist, sollte sich beruflich vielleicht neu orientieren und dies seinem Ausbilder auch unverzüglich mitteilen. Wartet er damit bis nach dem Ende der Probezeit, muss er die vorgeschriebene Kündigungsfrist von vier Wochen einhalten. Erst dann kann er in seinen nächsten Traumberuf wechseln.

Endlich am Ziel der Träume:

shutterstock 106977968ProStockStudio/shutterstock.comDie meisten Unternehmen belassen es nicht bei einem Monat Probezeit. Allerdings darf der Arbeitgeber mit diesem Instrument niemals die gültigen Ausbildungsgesetze unterlaufen. Nach spätestens vier Monaten muss die Probezeit beendet sein. Diese darf nur in begründeten Ausnahmefällen noch weiter verlängert werden, etwa wenn sie durch Krankheit oder Urlaub für mindestens ein Drittel ihrer Dauer unterbrochen wurde.
Anja-Mareen Decker, Leiterin der Advocard Rechtsabteilung, ergänzt: „Außerbetriebliche Fortbildungen oder der Besuch von Blockunterricht in der Berufsschule dürfen vom Ausbildungsbetrieb nicht als Begründung dafür angeführt werden, die Probezeit über die im Ausbildungsvertrag festgelegte Dauer hinaus zu verlängern.“ Ist die Probezeit beendet, läuft der Ausbildungsvertrag automatisch weiter, ohne dass es einer erneuten Zustimmung durch den Ausbildungsbetrieb bedarf.

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Verträge richtig kündigen

Eine Unterschrift, ein Häkchen und ein Klick. Verträge für Handytarife, Internet oder Fitnessstudio sind schnell abgeschlossen. Nicht ganz so einfach ist es oft, diese wieder zu kündigen. Werden Fristen verpasst und Formalitäten nicht beachtet, laufen viele Verträge automatisch weiter – und das kann teuer werden. Hannelore Brecht-Kaul von der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Stuttgart gibt Tipps, wie Verträge wirksam gekündigt werden.

Egal ob der Vertrag im Internet abgeschlossen oder im Geschäft unterschrieben wurde: Form und Frist sind für eine erfolgreiche Kündigung von Verträgen entscheidend. Schreibt das Gesetz die Schriftform vor oder ist diese vertraglich vereinbart, muss die Kündigung schriftlich erklärt und unterschrieben werden. Wer sicher sein will, dass das Kündigungsschreiben fristgerecht und nachweislich beim Vertragspartner ankommt, verschickt es per Einwurfeinschreiben oder Einschreiben mit Rückschein. Die Zustellung wird dabei mit einer Bestätigung des Einwurfs oder einem Rückschein quittiert.

Die Kündigungsfrist des Vertrages steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Erschwert wird eine Kündigung häufig, wenn nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, wann der Vertrag endet und wie lange vorher er gekündigt werden muss. Dies klar zu kennzeichnen mahnt die Verbraucherzentrale immer wieder an. Je nach vertraglicher Regelung verlängert sich der Vertrag, wenn die Frist bei der Kündigung nicht eingehalten wird. Wer schon weiß, dass er einen Vertrag zum Ende der Laufzeit kündigen will, ist auf der sicheren Seite, wenn er die Kündigung gleich nach dem Abschluss des Vertrages verschickt.

Musterbriefe für Kündigungen stellt die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite www.vz-bw.de bereit. Verbraucher, die Probleme bei der Kündigung eines Vertrages haben oder die die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor Vertragsabschluss prüfen lassen möchten, berät die Verbraucherzentrale auch persönlich, telefonisch oder per E-Mail.

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