Kategorien-Archiv 104-Berufe

Ausbildung Logopäde

Logopäden entwickeln in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen individuelle therapeutische Konzepte für Patienten jeden Alters, deren Sprach­, Sprech­ und Schluckfähigkeit beeinträchtigt ist, z.B. aufgrund von Entwicklungsstörungen, Unfällen, Atem­ und Stimmproblemen oder Hörstörungen. Sie führen die Behandlung mithilfe geeigneter logopädischer Verfahren wie Artikulations­ und Sprachverständnistrainings oder Atem­ und Entspannungsübungen durch. So unterstützen Logopäden beispielsweise Schlaganfallpatienten beim Wiedererlangen ihrer Kommunikations­ oder Schluckfähigkeit. Auch die Behandlung von kehlkopfoperierten Menschen gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Außerdem beraten sie Patienten und deren Angehörige sowie Erzieher und Erzieherinnen in Sprachheil­ und Sonderkindergärten zu Themen rund um die Logopädie. Weiterhin können sie im Bereich Prävention tätig werden. Mit entsprechender Qualifikation können sie auch eine Logopädie­Praxis oder ein Therapieteam in einer Einrichtung für Rehabilitation von Sprach­, Sprech­, Stimm­ und Hörstörungen leiten.

Logopäden finden Beschäftigung in erster Linie

  • in Krankenhäusern bzw. Kliniken
  • in Rehabilitationszentren
  • in Logopädie­Praxen
  • in psychologischen Praxen

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Praxisräumen
  • in Unterrichtsräumen
  • in Behandlungszimmern
  • in Krankenzimmern

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • in Privatwohnungen
  • im Büro

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Pädagogische Fähigkeiten und Kommunikationsfähigkeit (z.B. für das Anleiten und Motivieren von Patienten, beim Erläutern von Behandlungsmöglichkeiten)
  • Einfühlungsvermögen und Kontaktbereitschaft (z.B. für das Erkennen der Ängste und Sorgen der Patienten, für das Zugehen auf neue Patienten)
  • Durchhaltevermögen und psychische Stabilität (z.B. bei langwierigen Therapien, für das Wahren der professionellen Distanz gegenüber Patienten)

Schulfächer:

  • Biologie (z.B. um die Funktionsweise der Sprech­ und Atemorgane zu verstehen)
  • Deutsch (z.B. um den Patienten Übungen exakt erklären zu können)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

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Ausbildung Zahnmedizinischer Fachangestellter

Zahnmedizinische Fachangestellte organisieren den Praxisbetrieb, indem sie Behandlungstermine und interne Abläufe planen und die Nutzbarkeit von Räumen, Geräten und Instrumenten sicherstellen. Sie assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen und übernehmen je nach Qualifikation erweiterte Aufgaben in Bereichen wie Prophylaxe, prothetische und kieferorthopädische Assistenz. Auf Anweisung des Zahnarztes oder der Zahnärztin bereiten sie Füllungen oder Abdruckmassen für Gebiss­abdrücke vor und fertigen Röntgenaufnahmen an. Sie dokumentieren Behandlungsabläufe und erfassen erbrachte Leistungen für die Abrechnung. Zahnmedizinische Fachangestellte betreuen Patienten vor, während und nach der Behandlung, erklären vorbeugende Maßnahmen und leiten zur Mundhygiene an. Sie erledigen den Schriftverkehr mit Krankenkassen und Labors, kontrollieren Zahlungseingänge und führen das betriebliche Mahnwesen.

Zahnmedizinische Fachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie

  • in Zahnarztpraxen
  • in kieferorthopädischen, oral­ und kieferchirurgischen Praxen
  • in Zahnkliniken
  • in Hochschulinstituten für Zahn­, Mund­ und Kieferheilkunde

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Behandlungsräumen
  • in Röntgenräumen
  • an der Anmeldung

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Anforderungen:

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Umgang mit Arzneimitteln oder zahnmedizinischen Geräten und Instrumenten sowie beim Einhalten der Hygienevorschriften)
  • Einfühlungsvermögen (z.B. beim Eingehen auf die persönliche Situation von Patienten)
  • Geschicklichkeit (z.B. beim Vorbereiten von Füllungen oder Abdruckmassen für Gebissabdrücke)
  • Verschwiegenheit (z.B. Schweigepflicht beim Umgang mit Daten der Patienten)
  • enger Körperkontakt mit Menschen, z.T. Infektionsgefahr

Schulfächer:

  • Deutsch (z.B. für den Schriftverkehr mit Patienten und Versicherungsträgern)
  • Mathematik (z.B. für das Verwalten von Waren und Ausstellen von Privatrechnungen)
  • Biologie (z.B. bei der Assistenz während der Behandlung)
  • Chemie (z.B. für den Umgang mit Anästhetika)

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 870
  • 2. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 910
  • 3. Ausbildungsjahr: € 750 bis € 980

Stand: 02.01.2020

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Ausbildung Hebamme / Entbindungspfleger

Hebammen/Entbindungspfleger stellen Schwangerschaften fest, beraten Schwangere und führen die erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen durch, um den Schwangerschaftsverlauf zu überwachen und Regelwidrigkeiten frühzeitig zu erkennen. Normal verlaufende Entbindungen führen sie selbstständig durch. Sie überwachen den Fortschritt der Geburt, beruhigen die Gebärenden, halten sie zu Atem- und Entspannungsübungen an und kontrollieren die Vitalfunktionen von Müttern und Kindern. Bei Komplikationen ziehen sie Ärzte bzw. Ärztinnen hinzu und assistieren bei ärztlichen Maßnahmen. Nach der Entbindung untersuchen und versorgen sie Mütter und Neugeborene. In den ersten Wochen der Stillzeit suchen sie Mütter regelmäßig auf und beraten bei Fragen des Stillens, der Rückbildung sowie der Säuglingspflege und ‑ernährung. Als Familienhebamme bzw. ‑entbindungspfleger betreuen sie schwangere Frauen und Mütter, die besonderen gesundheitlichen oder psychosozialen Risiken und Belastungen ausgesetzt sind. Mit entsprechender Qualifikation können sie auch in leitenden Funktionen tätig werden.

Hebammen und Entbindungspfleger finden Beschäftigung in erster Linie

  • in geburtshilflichen Abteilungen von Krankenhäusern
  • in Hebammenpraxen, in Geburtshäusern
  • als freiberufliche Hebammen/Entbindungspfleger

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Praxis- und Büroräumen
  • in Kreißsälen und Entbindungsräumen
  • auf Schwangeren-, Wochen-, Säuglingsstationen, in Patienten- und Säuglingszimmern
  • in Gymnastikräumen
  • in Privatwohnungen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in den Räumen sozialer oder öffentlicher Einrichtungen und Institutionen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Abnabeln des Neugeborenen, beim Reinigen der ärztlichen Bestecke, beim Dokumentieren des Geburtsverlaufs)
  • Kontaktbereitschaft und Einfühlungsvermögen (z.B. beim Umgang mit werdenden Müttern)
  • Entscheidungsfähigkeit (z.B. in Notfallsituationen während einer Geburt)
  • Psychische Stabilität (z.B. bei der Geburt von kranken Kindern oder Totgeburten)

Schulfächer:

  • Biologie (z.B. zum Verständnis biologischer Vorgänge bei Schwangerschaft und Geburt)
  • Chemie (z.B. zum Verständnis der Wirkungsweise von Medikamenten)
  • Deutsch (z.B. beim Dokumentieren des Geburtsvorgangs und Aufklären der Patientinnen über die Pflege von Neugeborenen)
  • Mathematik (z.B. beim Abrechnen von Pflegeleistungen)

Was verdient man in der Ausbildung?

An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.141
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.202
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.303

Stand: 02.01.2020

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Ausbildung Podologe

Podologen führen auf ärztliche Anordnung oder unter ärztlicher Aufsicht Behandlungsmaßnahmen am Fuß durch. Sie erkennen pathologische Veränderungen, die eine medizinische Behandlung erfordern. Über vorbeugende und pflegerische Maßnahmen hinaus behandeln sie Hühneraugen, Verhornungen sowie alle Arten von Nagelmissbildungen wie verdickte, eingewachsene und verpilzte Nägel. Zudem führen sie Nagelspangenbehandlungen durch und fertigen Orthosen (langlebige Druckentlastungen) und Nagelprothesen an. Haben Podologen eine eigene Praxis, übernehmen sie Verwaltungsaufgaben auch selbst. Beispielsweise erledigen sie dann die Buchführung oder werben für ihr Dienstleistungsangebot.

Podologen finden Beschäftigung

  • in podologischen Praxen
  • in podologischen Abteilungen von Rehabilitationskliniken und Krankenhäusern
  • in Einrichtungen des Gesundheitswesens mit angeschlossenem podologischem Angebot, z.B. in Physiotherapiepraxen oder diabetischen Fußambulanzen

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Behandlungsräumen
  • in Verkaufsräumen
  • in Büroräumen
  • in Privatwohnungen von Kunden und Patienten bzw. in Heimen

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Sorgfalt (z.B. bei der Desinfektion und Sterilisation von Arbeitsgeräten)
  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Entfernen von Hornhaut mittels Skalpell oder beim Anpassen der Behandlung an den Sicht- oder Tastbefund)
  • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Erkennen von pathologischen Veränderungen am Fuß)
  • Kontakt-, Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen (z.B. beim Eingehen auf die Wünsche und Bedürfnisse von Patienten)
  • Verschwiegenheit (z.B. beim Umgang mit Patientendaten)

Schulfächer:

  • Biologie (z.B. für das Erlernen möglicher Krankheitsbilder)
  • Chemie (z.B. beim Durchführen von Hygienemaßnahmen)
  • Deutsch (z.B. für die Beratung von Patienten oder die Erstellung von Arztbriefen)

Stand: 02.12.2019

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Ausbildung Diätassistent

Diätassistenten erstellen im Rahmen der ärztlichen Verordnung einen Ernährungstherapieplan, den sie mit den Patienten abstimmen. In der Prävention ernährungsabhängiger Erkrankungen können sie ohne ärztlichen Auftrag tätig werden. Sie beurteilen den Ernährungszustand der Patienten, ermitteln den individuellen Energie­ und Nährstoffbedarf und erarbeiten eine auf die in­dividuellen Bedürfnisse abgestimmte Diättherapie. Im Rahmen der Ernährungsanamnese informieren sie sich über die Erkrankung und die aktuelle Situation der Patienten. Unter Einhaltung der diätetischen Kriterien wählen sie entsprechende Lebensmittel und Rezepte für einen Diättherapieplan aus und führen die ernährungsbezogenen Berechnungen durch. Einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit nimmt die Beratung der Patienten ein. Sie sprechen mit ihnen über Ernährungsgewohnheiten, erarbeiten neue Diätrezepte oder beraten in Ernährungsfragen. Ebenso halten sie Vorträge und führen Kochkurse durch.

Diätassistenten finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern
  • in Rehabilitationskliniken
  • in ambulanten Schwerpunktpraxen
  • als Selbstständige in einer eigenen Praxis

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Großküchen, Diät­ oder Lehrküchen
  • in Unterrichtsräumen
  • in Büroräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Patientenwohnungen

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Organisatorische Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein (z.B. für das Erstellen von Diätplänen, Anleiten von Personal in der Diätküche, beim Zubereiten von Diätkost)
  • Pädagogische Fähigkeiten und Einfühlungsvermögen (z.B. für das Motivieren von Patienten, für das Eingehen auf Bedenken der Patienten)
  • Kreativität und Sorgfalt (z.B. beim Auswählen der Nahrungsmittel, Erfinden neuer Rezepte, Zusammenstellen des Speiseplans, beim Kontrollieren der Zusammenstellung vorbereiteter Diätmenüs)
  • Kundenorientierung (z.B. auf Bedürfnisse der Kunden eingehen)

Schulfächer:

  • Biologie/Chemie (z.B. zum Verstehen von Stoffwechsel und Verdauungsprozessen)
  • Mathematik (z.B. beim Berechnen von Zutatenmengen und Nährwerten, beim Erarbeiten von Speisen­ und Preiskalkulationen)
  • Deutsch (z.B. beim Führen von Beratungsgesprächen, Schreiben von Ernährungsprotokollen und Anfertigen von Infobroschüren)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

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