Kategorien-Archiv 104-Berufe

Modernisierte Ausbildung für Metallbildner

© BIBB/Bretschneider

Aufschrumpfen und Patinieren, Drücken, Treiben und Ziselieren – unter diesen Tätigkeiten können sich die meisten in Verbindung mit Metall sicher wenig vorstellen. Es sind Ausbildungsinhalte für Metallbildner/-innen, einen künstlerisch-gestaltenden Beruf der Metallbearbeitung. Die modernisierte Ausbildungsordnung bietet Spezialisierungsmöglichkeiten in den Fachrichtungen Gürtler-, Metalldrück- und Ziseliertechnik und tritt zum 1. August 2016 in Kraft.

Besser bekannt als die Fachbegriffe für die Bearbeitungstechniken sind die Produkte, die Metallbildner/-innen herstellen, zum Beispiel Treppengeländer, Leuchten und Kerzenständer, Tür- und Möbelbeschläge, Pokale oder sakrale Gegenstände. Auszubildende lernen alles über den Werkstückentwurf, das Anfertigen technischer Zeichnungen und Muster bis hin zum Bearbeiten von Werkstücken durch spanende, umformende und oberflächenverändernde Verfahren. Auch das anschließende Verbinden von Werkstücken, die Oberflächenbearbeitung und schließlich Qualitätskontrolle der hergestellten Werkstücke sowie die Übergabe an Kunden sind Bestandteil der Berufsausbildung.

Eine Spezialisierung dieser Inhalte erfolgt fachrichtungsspezifisch: Die Fachrichtung „Gürtlertechnik“ hat nichts mit Gürteln zu tun; hier steht der Umgang mit Formteilen, Hohlkörpern und Gussteilen im Mittelpunkt. Als Besonderheit spielt hier zudem die Elektrifizierung von Bauteilen, beispielsweise für beleuchtete Briefkasten- und Klingelanlagen, eine Rolle. Die Herstellung rotationssymmetrischer Hohlkörper in konischen, kugeligen und zylindrischen Grundformen zeichnet die Fachrichtung „Metalldrücktechnik“ aus, und Charakteristikum der Fachrichtung „Ziseliertechnik“ ist das gestaltende Bearbeiten von ein- und mehrteiligen Abgüssen, etwa zur Herstellung von Skulpturen. Allen Fachrichtungen gemeinsam ist zudem die Herstellung von jeweiligen Spezialwerkzeugen.

Metallbildner/-innen arbeiten in Metallwerkstätten sowie – je nach Fachrichtung – in Betrieben der Herstellung und Gestaltung metallischer Gebrauchs- und Ziergegenstände, Metalldrückereien oder kunsthandwerklichen Betrieben und Kunstgießereien. Fachkräfte können sich im Anschluss zum/zur Metallbildnermeister/-in im Bereich Gürtler-, Metalldrück- oder Ziseliertechnik weiter qualifizieren. Zudem besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung zum/zur Gestalter/-in Metalltechnik und zu fachspezifischen Studiengängen.

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Modernisierte Ausbildung der Anlagenmechaniker (SHK)

Monkey Business Images/shutterstock.com

Auch im Bereich Sanitär, Heizung, Klima hält die Digitalisierung Einzug. Vernetzte Systemtechnik wie Smart Home-Systeme und das Thema Nachhaltigkeit gewinnen an Bedeutung. Nachhaltige Energie- und Ressourcennutzung, neue Systeme für das Management von Gebäuden, deren Installation und die entsprechende Kundenberatung sind stärker gefragt. Die neue Ausbildungsordnung tritt zum 1. August 2016 in Kraft.

Das Thema Gebäudemanagementsysteme ist neu im Ausbildungsrahmenplan. Angehende Anlagenmechaniker/-innen SHK erwerben insbesondere umfassende Kenntnisse über Regelungs-, Gebäudeleit- und Datenaustauschsysteme sowie über Möglichkeiten der Fernüberwachung von Gebäuden; sie lernen, hierüber die Kunden zu beraten und die entsprechenden Systeme zu installieren. Dazu gehört auch, gerätespezifische Software, zum Beispiel Apps, anzuwenden. Dabei gilt es, gewerkeübergreifende Zusammenhänge und die Anforderungen an energetische Gebäudestandards und Energieeffizienz zu berücksichtigen; das Haus wird hierbei als energetisches Gesamtsystem gesehen.

Eine größere Bedeutung bekommt künftig die Durchführung von Hygienemaßnahmen bei Trinkwasser-, Brauchwasser- und Lüftungssystemen; auch die Kundenberatung über Hygienerisiken ist Teil der modernisierten Ausbildung. Verschärfte Vorschriften, moderne Techniken und anspruchsvollere Systeme sind der Grund, dass es erstmals eine entsprechende eigene „Berufsbildposition“, also eine Festschreibung eines charakteristischen Ausbildungs- und Berufsinhalts gibt.

Die modernisierte Ausbildungsordnung umfasst die Einsatzgebiete Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Erneuerbare Energien und Umwelttechnik. Zu den wesentlichen Inhalten der Ausbildung gehören neben den genannten Bereichen unter anderem die Montage und Demontage, Inbetriebnahme und Instandhaltung von ver- und entsorgungstechnischen Anlagen, Systemen und deren Komponenten sowie von Rohrleitungen und Kanälen, die Anwendung von Anlagen- und Systemtechnik sowie das Installieren und Prüfen von elektrischen Baugruppen und Komponenten an diesen Anlagen und Systemen. Bei all diesen Aufgaben und bei der Übergabe an die Kunden samt Einweisung in die Bedienung der Anlagen und Systeme spielt zudem die Kundenorientierung eine große Rolle.

Da der Beruf mit der Neuordnung der Berufsgruppe der Metallberufe zugeordnet ist, erfolgt die schulische Ausbildung im 1. Ausbildungsjahr künftig mit den industriellen und handwerklichen Metallberufen. In die Berufsausbildung integriert ist die Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Diese Bezeichnung darf der/die Anlagenmechaniker/-in dann nach der Ausbildung zusätzlich führen, sofern er/sie vom Betrieb hierzu benannt wird. Neu ist auch die Prüfungsform der gestreckten Abschluss- oder Gesellenprüfung – je nachdem, ob die Prüfung in der Industrie oder im Handwerk abgelegt wird: Schon vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet der erste Teil der Prüfung – der 30% der Endnote ausmacht und den Bereich Versorgungstechnik betrifft – statt. Teil 2 der Prüfung erfolgt zum Ende der Ausbildung und umfasst die Bereiche Kundenauftrag, Arbeitsplanung, Systemanalyse und Instandsetzung sowie Wirtschaft und Sozialkunde.

Die Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/-in SHK steht mit über 11.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2015 auf Platz 11 in der Liste der am stärksten vertretenen dualen Ausbildungsberufe. Der Beruf ist klar männlich dominiert – nur 1,3 % der neuen Azubis sind Frauen.
Anlagenmechaniker/-innen SHK werden zwar auch in der Industrie ausgebildet, überwiegend findet die Ausbildung jedoch in Handwerksbetrieben statt; die Übernahmechancen sind sehr gut. Im Anschluss an die Ausbildung besteht die Möglichkeit einer qualifizierten Fortbildung zum/zur Installateur- und Heizungsbauermeister/-in, zum/zur Geprüften Netzmeister/-in, sowie zu den einschlägigen Hochschulausbildungen wie Versorgungstechnik, Facility Management oder Maschinenbau. Darüber hinaus ist auch eine Fortbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in in den entsprechenden Fachrichtungen (Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- oder Maschinentechnik) möglich.

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Modernisierte Ausbildung zum Dachdecker

© HF.Redaktion

Das Dachdeckerhandwerk bleibt seinen Traditionen treu und modernisiert sich gleichzeitig fortlaufend. Neue Verarbeitungstechniken sind zu beherrschen und Dächer werden „vom Schutzdach zum Nutzdach“, was zu einem gesteigerten Bedarf an kompetenten Fachleuten für erneuerbare Energien und energetische Maßnahmen führt. Sie sind mit der neuen Ausbildungsordnung, die zum 1. August in Kraft tritt, nunmehr die Spezialisten an der Gebäudehülle.

Neben den neuen Aufgabenstellungen und Techniken wie etwa der Flüssigabdichtung gilt es auch, Veränderungen in der Branche Rechnung zu tragen: So kommt es zunehmend zu Spezialisierungen der Betriebe, die zukünftig bedarfsgerechter ausbilden können, aber dennoch die berufliche Flexibilität ihrer Gesellen und Gesellinnen sicherzustellen haben. Dies wird erreicht, indem zum einen unverzichtbare Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten von Dachdecker/-innen in der Ausbildungsordnung definiert und zum anderen inhaltliche Gestaltungsfreiheiten für die Praxis gelassen werden. Zusätzliche, etwa regionale Qualifikationen – wie beispielsweise der Reetdach-Bau -, können auf diese Weise ebenso wie derzeit noch nicht absehbare Entwicklungen in die Ausbildung integriert werden.

Durch die Modernisierung soll die Ausbildung verstärkt junge Menschen ansprechen, die sich Gedanken um die Zukunft machen und auch in ihrem Berufsleben nachhaltig agieren möchten. Sie werden eine solide, vielfältige und zukunftsorientierte handwerkliche Ausbildung erhalten, die das System „Haus“ ganzheitlich betrachtet und der gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert beimisst. Durch die fünf Schwerpunkte Dachdeckungs-, Abdichtungs-, Außenwandbekleidungstechnik, Energietechnik an Dach und Wand sowie Reetdach-Technik haben die Auszubildenden die Möglichkeit zur Spezialisierung.
Zu den wesentlichen Ausbildungsinhalten und Aufgabenstellungen gehören unter anderem das Be- und Verarbeiten von Holz sowie Herstellen von Holzbauteilen, regensichernde Maßnahmen bei Dachdeckungen, energetische Maßnahmen an Dach und Wand, das Decken und Instandhalten von Dach- und Wandflächen, Abdichten von Dachflächen und Bauwerken, Montieren und Einbauen von Energiesammlern und Energieumsetzern, der Einbau von elektrischen Komponenten sowie das Anfertigen und Einbauen von Anlagen zur Ableitung von Regenwasser.

Die Praxisorientierung und die Lernortabstimmung führen zu einer hohen Akzeptanz in der Ausbildungspraxis. 2015 wurden 3.099 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, davon über 98 % von Männern.

Dachdecker/innen arbeiten in der Baubranche, zum Beispiel bei Dachdeckereien oder Bedachungsfirmen, sind beratend im Fachhandel tätig oder gehen als Entwickler oder Berater in die Industrie. Neben allgemeinen und speziellen Seminaren zur Fort- und Weiterbildung können sich Fachkräfte im Anschluss an die Ausbildung zum qualifizierten Gesellen/zur qualifizierten Gesellin weiterbilden. Direkt im Anschluss an die Gesellenprüfung besteht ferner die Möglichkeit, den Vorbereitungskurs zur Dachdecker-Meisterprüfung zu absolvieren, der in der Regel zwischen sechs und neun Monaten dauert. Der Abschluss der Meisterprüfung bietet eine Grundlage für eine Betriebsgründung oder Führungsposition im Dachdeckerhandwerk. Im Anschluss an die Meisterprüfung besteht zudem die Möglichkeit, ein Hochschulstudium zu absolvieren oder Zusatzqualifikationen in artverwandten Berufen zu erwerben – wie beispielsweise Teil 1/Fachtheorie und Teil 2/Fachpraxis der Klempnermeisterprüfung oder der Zimmermeisterprüfung.

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Modernisierte Ausbildung für Graveure

© BIV Galvaniseure, Graveure und Metallbildner, www.biv.org

Die Druckplatte für die Banknote, der Name der Siegerin oder des Siegers im Pokal, die persönliche Botschaft im Ehering: Das sind Aufgaben und Ausbildungsinhalte für Graveure und Graveurinnen. Sie setzen dabei verstärkt computergestützte Programmierungen sowie Lasertechniken ein – neben traditionellen Graviertechniken, die den Beruf bis heute auszeichnen. Neben der Ausbildung zum/zur Metallbildner/-in tritt damit ein weiterer gestalterischer Metallberuf zum 1. August 2016 in novellierter Fassung in Kraft.

Graveure und Graveurinnen fertigen Stempel, Form- und Prägewerkzeuge. Ihre Arbeiten kennt jeder, denn sie sind es, die Motive für Briefmarken, Münzen und Banknoten auf Druckplatten und Prägestempel übertragen und überarbeiten. Auch bei der Herstellung von Beschilderungen sind Graveure gefragt, wenn es gilt, Frontplatten, Bedientableaus und Schilder für Innen- und Außenbereiche anzufertigen, zu gravieren, farbig auszulegen und zu bedrucken. Weiterhin versehen sie Schmuck-, Zier- und Kunstgegenstände aus Metall, aber auch aus Kunststoff und Porzellan mit Beschriftungen, Ornamenten oder bildlichen Darstellungen.

Eine Modernisierung der dreijährigen Ausbildung war mit Blick auf die Entwicklungen in der betrieblichen Praxis, die Berufsstruktur und die Ausbildungsinhalte notwendig. Wachsende Materialvielfalt, neue Verfahren der Materialbearbeitung, der Einsatz von Lasern sowie CAD- und CNC-Programmierungen (Computer-Aided Design/Computerized Numerical Control) verändern die beruflichen Tätigkeiten der Graveure. Auszubildende lernen daher künftig unter Einbeziehung dieser Neuerungen alles über den Werkstückentwurf, das manuelle und digitale Anfertigen technischer Zeichnungen und Muster, das Anfertigen von Modellen und Formen bis hin zum Bearbeiten von Werkstücken durch spanende und oberflächenverändernde Verfahren.

Weiterhin wurden zugunsten eines einheitlichen Berufs die bisherigen Schwerpunkte „Flachgraviertechnik“ und „Reliefgraviertechnik“ aufgehoben, da die beiden Bereiche ineinander übergehen und die heutigen Graveurbetriebe nahezu alle Inhalte gleichermaßen anbieten. Neu ist auch, dass die zweiteilige „gestreckte Abschlussprüfung“ künftig das traditionelle Modell der Zwischen- und Gesellenprüfung ablöst. Im Zuge einer zunehmenden Dienstleistungsorientierung erhält zudem der Kundenbezug verstärkte Aufmerksamkeit – Information, Beratung, Umsetzung individueller Wünsche und auch die Handhabung von Beanstandungen gehören dazu.

Graveure/-innen arbeiten in metall- und kunststoffverarbeitenden Handwerks- und Industriebetrieben oder in kunsthandwerklichen Betrieben. Fachkräfte können sich im Anschluss zum/zur Graveur-meister/-in weiterqualifizieren. Zudem besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung zum/zur Industriemeister/-in Metall und zu fachspezifischen Studiengängen.

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Modernisierte Ausbildung für Hörgeräteakustiker

© BIHA/ Sascha Gramann

Etwa jede fünfte Person in Deutschland leidet unter einer Hörbeeinträchtigung – von geringer bis zu hochgradiger Schwerhörigkeit. Viele Neuerungen rund um moderne Messverfahren, audiologische Befunde, dreidimensionale Abbilder des Ohres und technisch hochsensible Hörsysteme ermöglichen verbesserte Wege der Hilfe – das nötige Fachwissen und die Anforderungen an eine bestmögliche Beratung von Patienten und Kunden verändern sich rasant. Die modernisierte Ausbildungsordnung dieses anspruchsvollen Handwerksberufs, der schon lange im digitalen Zeitalter angekommen ist, tritt zum 1. August 2016 in Kraft.
Die Ursachen für eine Hörbeeinträchtigung können vielfältig sein, die möglichen Folgen für das soziale, seelische und körperliche Wohlergehen gravierend. Hoch qualifizierte Hörakustiker/-innen helfen Betroffenen, wieder ungehindert oder jedenfalls besser am Leben teilnehmen zu können, indem sie technisch hochwertige Hörsysteme (beispielsweise zusammengeschaltete Hörgeräte) und Hörassistenzsysteme (wie Signalübertragungsanlagen) individuell aussuchen und anpassen.

Neben der Versorgung mit entsprechenden Geräten zählt auch der immer wichtiger werdende Bereich Gehörschutz zu den zentralen Aufgaben von Hörakustikerinnen und Hörakustikern. Die dreijährige Ausbildung stellt daher anspruchsvolle technische Anforderungen: Es gilt, individuelle Hörprofile zu bestimmen und zu beurteilen und den jeweiligen „Hörbedarf“ zu ermitteln. Dazu sind unterschiedliche Messverfahren, technische Hilfsmittel und Techniken zu nutzen. Zu ihren Tätigkeiten gehört auch, Otoplastiken, zum Beispiel Formpassstücke für Hörhilfen und individuell angepassten Gehörschutz zur regulierbaren Lärmreduzierung, herzustellen. Hohe Genauigkeit, zum Beispiel bei der Datenerhebung oder der Einstellung von programmierbaren Hörsystemen, ist dabei eine Grundvoraussetzung für das Arbeiten in diesem Beruf.

Zur technischen Seite der Ausbildung kommt die moderne, serviceorientierte Patientenberatung als weiterer wesentlicher Ausbildungsschwerpunkt hinzu. Schließlich sind Service- und Instandhaltungsaufgaben und das Organisieren und Ausführen von Geschäfts- und Abrechnungsprozessen weitere Bestandteile der Ausbildungsordnung.

Die Ausbildungszahlen in diesem Beruf sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2015 haben 1.296 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag unterzeichnet, 2014 waren es 1.011 und 2013 noch 837. Dies entspricht einer Steigerung innerhalb von nur zwei Jahren um mehr als 50 %. Der Hörakustiker gehört darüber hinaus zu den wenigen Handwerksberufen, in denen die Zahl der weiblichen Auszubildenden höher liegt als die der männlichen. So entfielen im Jahr 2015 rund 58 % der neuen Ausbildungsverträge auf junge Frauen. Zudem ist der Anteil der Auszubildenden mit Hoch- oder Fachhochschulreife sehr hoch. Dieser lag 2014 gemessen an den damaligen Neuabschlüssen bei knapp 60 %. Damit stellt der Ausbildungsberuf für studienberechtigte Jugendliche eine attraktive Alternative zu einem Studium dar.

Hörakustiker/-innen werden – im engen Kontakt mit Patienten und Kunden – vorwiegend in Handwerksbetrieben ausgebildet; die Übernahmechancen sind sehr gut. Im Anschluss an die Ausbildung besteht die Möglichkeit einer Aufstiegsfortbildung zum/zur Hörgeräteakustikermeister/-in und zum/zur staatlich geprüften Techniker/-in sowie zu den Hochschulausbildungen Bachelor für Hörakustik und Ingenieur/-in für Hörtechnik und Audiologie.

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