Kategorien-Archiv 104-Berufe

Ausbildung Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA)

Medizinisch-technische Radiologieassistenten wenden radiologische Diagnostiken und andere bildgebende Verfahren an und führen nuklearmedizinische Untersuchungen, Strahlentherapien sowie Computertomografien und Magnetresonanztomografien durch. Sie erstellen z.B. Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers, um Knochenbrüche oder krankhafte Veränderungen sichtbar zu machen. Dafür stellen sie Anlagen und Apparate ein und bedienen sie, treffen die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen, dokumentieren die Untersuchung und sorgen für die sachgerechte Lagerung des Filmmaterials bzw. für das Speichern der digitalen Daten. Sie bereiten die Bestrahlungen von Tumorpatienten vor und führen sie nach einem ärztlich vorgegebenen Bestrahlungsplan durch. Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen erhalten Patienten geringe Mengen kurzlebiger radioaktiver Substanzen. Nach der Gabe dieser Arzneistoffe erfassen sie die zu untersuchenden Vorgänge mithilfe ferngesteuerter bzw. computerunterstützter Kameras, Computer und Messgeräte, um eine exakte Diagnose durch den Arzt bzw. die Ärztin zu ermöglichen.

Medizinisch-technische Radiologieassistenten finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern
  • in Arztpraxen bzw. Facharztpraxen für Radiologie

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Untersuchungs-, Behandlungs- und Röntgenräumen
  • in Büroräumen oder Stationszimmern

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim korrekten Lagern von Patienten in der Strahlenschutzkabine oder Einstellen und Steuern der Bestrahlungsgeräte)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Anfertigen von Röntgenaufnahmen und Dokumentieren der Untersuchungsergebnisse)
  • Einfühlungsvermögen (z.B. Eingehen auf Ängste und Bedürfnisse der Patienten)
  • Psychische Stabilität (z.B. beim Kontakt zu schwer kranken Menschen)
  • Verschwiegenheit (z.B. beim Umgang mit Patientendaten)

Schulfächer:

  • Chemie (z.B. um nuklearmedizinische Ausbildungsinhalte zu verstehen)
  • Physik (z.B. Kenntnisse über Elektrodynamik, elektromagnetische Wellen, Magnetismus und Kernphysik für die Anwendung physikalischer Verfahren)
  • Biologie (z.B. um zu verstehen, wie diagnostische Radiologie und Strahlentherapie eingesetzt werden und wie Strahlung auf den Körper wirkt)
  • Mathematik (z.B. für das Berechnen von Dosis und Dosisleistung sowie von Impulsraten und Korrekturfaktoren)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden

Ausbildung Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent (MTLA)

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten führen Laboruntersuchungen von Gewebe sowie von Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin und Magensaft durch. Sie entnehmen entsprechende Proben bzw. assistieren Ärzten und Ärztinnen dabei und bereiten anschließend die Proben für die Untersuchung vor. Dazu legen sie Gewebe- oder Erregerkulturen an oder zentrifugieren Flüssigkeiten. Sie führen Tests und Messungen an den Proben durch, wobei sie diese auf ihre Beschaffenheit oder auf mögliche Krankheitserreger kontrollieren. Da ihre chemischen und medizinischen Analysen die Grundlage der ärztlichen Diagnose bilden, dokumentieren sie den Untersuchungsverlauf und die Ergebnisse mit größter Sorgfalt. Darüber hinaus sterilisieren sie Geräte und Instrumente und überwachen die Einhaltung von Hygienevorschriften.

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern
  • in Arztpraxen
  • in medizinischen Laboratorien
  • bei Blutspendediensten

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Labors
  • in Praxisräumen
  • in Büroräumen

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Aufbringen von Proben auf den Nährboden mit Pipetten oder sterilen Spachteln)
  • Sorgfalt (z.B. beim Entnehmen von Proben und Dokumentieren von Untersuchungsergebnissen)
  • Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Beobachten von Versuchsabläufen und Erkennen von Normabweichungen an Proben)
  • Verantwortungsbewusstsein (z.B. fehlerfreies Durchführen chemischer Untersuchungen von Körperflüssigkeiten für die ärztliche Diagnose)
  • Verschwiegenheit (z.B. im Umgang mit Patientendaten)

Schulfächer:

  • Chemie (z.B. beim Bestimmen von Konzentration und elektrischer Leitfähigkeit von Lösungen)
  • Physik (z.B. beim Anwenden von physikalischen Verfahren wie Elektrolytmessungen)
  • Biologie (z.B. um biologische Sachverhalte wie Krankheit und Heilung zu verstehen)
  • Mathematik (z.B. für das Berechnen der prozentualen Zusammensetzung chemischer Verbindungen oder des Rauminhaltes von Gasen)
  • Deutsch (z.B. für den Schriftverkehr mit Kliniken und Behörden)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden

Ausbildung Medizinisch-technischer Assistent – Funktionsdiagnostik (MTAF)

Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik führen Untersuchungen mit medizinischen Geräten durch. Mithilfe dieser Geräte messen sie den Zustand des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems, der Sinnesorgane, der Muskulatur, des Herzens, der Blutgefäße sowie der Lungen. Dabei testen sie z.B. Hörfähigkeit, Gleichgewichtssinn, Herz- oder Hirnströme und Lungenfunktion. Sie bereiten medizinische Geräte vor und kümmern sich um die Patienten. Beispielsweise unterweisen sie sie vor speziellen Hörtests. Den Ablauf der Untersuchung dokumentieren sie sorgfältig, anschließend werten sie die Ergebnisse aus. Auch erledigen sie die Anmeldeformalitäten oder dokumentieren Patientendaten. Regelmäßig kontrollieren sie die korrekte Funktion von medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern oder Hörgeräten. Bei Eingriffen wie Herzkatheteruntersuchungen assistieren sie dem Arzt bzw. der Ärztin.

Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern
  • in Facharztpraxen
  • in medizinischen Laboratorien
  • in Zentren für Diagnostik

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Untersuchungs- und Behandlungsräumen
  • in Labors
  • in Büroräumen bzw. Stationszimmern

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anlegen von Elektroden für ein EEG oder Justieren von Geräten)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Messen von Druck, Strömung und Volumen an Herz und Gefäßen, beim Analysieren der Messergebnisse)
  • Einfühlungsvermögen (z.B. Eingehen auf Ängste und Bedürfnisse der Patienten)
  • Psychische Stabilität (z.B. beim Kontakt zu schwer kranken Menschen)
  • Verschwiegenheit (z.B. beim Umgang mit Patientendaten)

Schulfächer:

  • Physik (z.B. um die Funktionsweisen und die Handhabung medizintechnischer Geräte zu verstehen)
  • Biologie (z.B. um biologische Sachverhalte wie Krankheit und Heilung zu verstehen)
  • Mathematik (z.B. beim Darstellen von Untersuchungsergebnissen sowohl in Tabellen- als auch in Diagrammform)
  • Deutsch (z.B. beim Führen von Untersuchungsprotokollen und Erklären der Handhabung von Hörgeräten)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden

Ausbildung Medizinischer Fachangestellter

Medizinische Fachangestellte vergeben Termine an die Patienten, dokumentieren Behandlungsabläufe für die Patientenakten, sorgen für die Abrechnung der erbrachten Leistungen und organisieren den Praxisablauf. Sie legen Verbände an, bereiten Spritzen vor oder nehmen Blut für Laboruntersuchungen ab. Außerdem informieren sie Patienten über Möglichkeiten der Vor­ und Nachsorge, pflegen medizinische Instrumente und führen Laborarbeiten durch.

Medizinische Fachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie

  • in Arztpraxen aller Fachgebiete
  • in Krankenhäusern und anderen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens
  • in medizinischen Laboren
  • in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Behandlungsräumen
  • im Labor
  • am Empfang
  • im Büro

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Anforderungen:

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Umgang mit Arzneimitteln und beim Einhalten der Hygienevorschriften)
  • Kontaktbereitschaft und Einfühlungsvermögen (z.B. beim Eingehen auf die persönliche Situation von Patienten)
  • Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Schicksalen)
  • Verschwiegenheit (z.B. Schweigepflicht beim Umgang mit Daten der Patienten)
  • Enger Körperkontakt mit Menschen, z.T. Infektionsgefahr

Schulfächer:

  • Biologie (z.B. bei der Assistenz während der Behandlung)
  • Chemie (z.B. für Arbeiten im Labor)
  • Mathematik (z.B. zum Durchführen der Quartalsabrechnungen)
  • Deutsch (z.B. für den Schriftverkehr mit Patienten und Versicherungsträgern)

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 865
  • 2. Ausbildungsjahr: € 910
  • 3. Ausbildungsjahr: € 960

Stand: 02.01.2020

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden

Ausbildung Zahntechniker

Zahntechniker stellen in Handarbeit festsitzenden Zahnersatz wie Zahnkronen, Brücken und Im­plantate oder herausnehmbaren Zahnersatz (Teil­ und Vollprothesen) her. Für eine Brücke beispielsweise fertigen sie anhand von Abformungen ein Modell aus Gips oder Kunststoff an. Dieses dient anschließend zur Modellierung der Brücke, um z.B. im Gussverfahren ein Brückengerüst herzustellen. Sie verarbeiten dann für den Zahnersatz z.B. Prothesenkunststoffe oder verblenden Teile des Zahnersatzes mit zahnfarbenen Keramikmassen. Sie verwenden auch Metalle wie Titan und Feingold. Darüber hinaus erstellen sie kieferorthopädische Geräte zur Zahnregulierung (Spangen) und reinigen bzw. reparieren Zahnersatz sowie zahn­ und kieferregulierende Geräte.

Zahntechniker finden Beschäftigung

  • in zahntechnischen Labors
  • in Labors von Zahnarztpraxen
  • in Zahnkliniken

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Werkstätten
  • in zahntechnischen Laborräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwie­gend Auszubildende mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge­-Hand­-Koordination (z.B. beim Modellieren, Ausarbeiten und Einfräsen von Voll­ und Teilprothesen)
  • Sorgfalt (z.B. beim Herstellen von kieferorthopädischen Geräten, Implantaten oder Scharnieren)
  • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen kleiner Abweichungen zwischen Abguss und Prothese)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. Herstellen von zahntechnischen Produkten nach zahnärztlichen Abformungen)

Schulfächer:

  • Physik (z.B. um die Verarbeitungsprozesse zu verstehen)
  • Biologie (z.B. um die Funktion und das Zusammenspiel von Kiefer und Zähnen zu verstehen)
  • Mathematik (z.B. beim Berechnen des Materialbedarfs und des Mischungsverhältnisses von Stoffen)
  • Werken/Technik (z.B. beim manuellen und maschinellen Bearbeiten von Werkstücken)

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 635
  • 2. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 700
  • 3. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 770
  • 4. Ausbildungsjahr: € 700 bis € 895

Stand: 02.03.2020

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden