Kategorien-Archiv 100-Aktuelles

Ausbildung Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent (MTLA)

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten führen Laboruntersuchungen von Gewebe sowie von Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin und Magensaft durch. Sie entnehmen entsprechende Proben bzw. assistieren Ärzten und Ärztinnen dabei und bereiten anschließend die Proben für die Untersuchung vor. Dazu legen sie Gewebe- oder Erregerkulturen an oder zentrifugieren Flüssigkeiten. Sie führen Tests und Messungen an den Proben durch, wobei sie diese auf ihre Beschaffenheit oder auf mögliche Krankheitserreger kontrollieren. Da ihre chemischen und medizinischen Analysen die Grundlage der ärztlichen Diagnose bilden, dokumentieren sie den Untersuchungsverlauf und die Ergebnisse mit größter Sorgfalt. Darüber hinaus sterilisieren sie Geräte und Instrumente und überwachen die Einhaltung von Hygienevorschriften.

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern
  • in Arztpraxen
  • in medizinischen Laboratorien
  • bei Blutspendediensten

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Labors
  • in Praxisräumen
  • in Büroräumen

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Aufbringen von Proben auf den Nährboden mit Pipetten oder sterilen Spachteln)
  • Sorgfalt (z.B. beim Entnehmen von Proben und Dokumentieren von Untersuchungsergebnissen)
  • Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Beobachten von Versuchsabläufen und Erkennen von Normabweichungen an Proben)
  • Verantwortungsbewusstsein (z.B. fehlerfreies Durchführen chemischer Untersuchungen von Körperflüssigkeiten für die ärztliche Diagnose)
  • Verschwiegenheit (z.B. im Umgang mit Patientendaten)

Schulfächer:

  • Chemie (z.B. beim Bestimmen von Konzentration und elektrischer Leitfähigkeit von Lösungen)
  • Physik (z.B. beim Anwenden von physikalischen Verfahren wie Elektrolytmessungen)
  • Biologie (z.B. um biologische Sachverhalte wie Krankheit und Heilung zu verstehen)
  • Mathematik (z.B. für das Berechnen der prozentualen Zusammensetzung chemischer Verbindungen oder des Rauminhaltes von Gasen)
  • Deutsch (z.B. für den Schriftverkehr mit Kliniken und Behörden)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden

Immer mehr Singles

Die Zahl der Einpersonenhaushalte wird nach der neuen Vorausberechnung der privaten Haushalte von 17,3 Millionen im Jahr 2018 auf 19,3 Millionen im Jahr 2040 steigen. Damit werden 24 % aller in Privathaushalten lebenden Menschen alleine wohnen. Im Jahr 2018 waren es 21 %. Die Gesamtzahl der Privathaushalte wird von 41,4 Millionen im Jahr 2018 voraussichtlich auf 42,6 Millionen im Jahr 2040 zunehmen (+ 3 %). Zugleich dürfte jedoch die Zahl der Menschen in Privathaushalten um rund 1 % von 82,5 Millionen auf 81,7 Millionen sinken.

✉ Beitrag per Email versenden

Lange Arbeitstage auf dem Acker

2018 hatten vollzeitbeschäftigte Männer in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei mit 49,9 Wochenstunden die längsten und im Verarbeitenden Gewerbe mit 40,4 Wochenstunden die kürzesten Arbeitszeiten. Für vollzeitbeschäftigte Frauen gilt dasselbe, allerdings mit niedrigeren Wochenarbeitszeiten von 45,3 beziehungsweise 39,6 Stunden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, arbeiteten Teilzeitbeschäftigte je nach Branche zwischen 15,4 und 22,7 Stunden pro Woche.

✉ Beitrag per Email versenden

Ausbildung Medizinisch-technischer Assistent – Funktionsdiagnostik (MTAF)

Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik führen Untersuchungen mit medizinischen Geräten durch. Mithilfe dieser Geräte messen sie den Zustand des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems, der Sinnesorgane, der Muskulatur, des Herzens, der Blutgefäße sowie der Lungen. Dabei testen sie z.B. Hörfähigkeit, Gleichgewichtssinn, Herz- oder Hirnströme und Lungenfunktion. Sie bereiten medizinische Geräte vor und kümmern sich um die Patienten. Beispielsweise unterweisen sie sie vor speziellen Hörtests. Den Ablauf der Untersuchung dokumentieren sie sorgfältig, anschließend werten sie die Ergebnisse aus. Auch erledigen sie die Anmeldeformalitäten oder dokumentieren Patientendaten. Regelmäßig kontrollieren sie die korrekte Funktion von medizinischen Geräten wie Herzschrittmachern oder Hörgeräten. Bei Eingriffen wie Herzkatheteruntersuchungen assistieren sie dem Arzt bzw. der Ärztin.

Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern
  • in Facharztpraxen
  • in medizinischen Laboratorien
  • in Zentren für Diagnostik

Sie arbeiten in erster Linie

  • in Untersuchungs- und Behandlungsräumen
  • in Labors
  • in Büroräumen bzw. Stationszimmern

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Anforderungen:

  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Anlegen von Elektroden für ein EEG oder Justieren von Geräten)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Messen von Druck, Strömung und Volumen an Herz und Gefäßen, beim Analysieren der Messergebnisse)
  • Einfühlungsvermögen (z.B. Eingehen auf Ängste und Bedürfnisse der Patienten)
  • Psychische Stabilität (z.B. beim Kontakt zu schwer kranken Menschen)
  • Verschwiegenheit (z.B. beim Umgang mit Patientendaten)

Schulfächer:

  • Physik (z.B. um die Funktionsweisen und die Handhabung medizintechnischer Geräte zu verstehen)
  • Biologie (z.B. um biologische Sachverhalte wie Krankheit und Heilung zu verstehen)
  • Mathematik (z.B. beim Darstellen von Untersuchungsergebnissen sowohl in Tabellen- als auch in Diagrammform)
  • Deutsch (z.B. beim Führen von Untersuchungsprotokollen und Erklären der Handhabung von Hörgeräten)

Was verdient man in der Ausbildung?

Die Ausbildung an schulischen Einrichtungen wird in der Regel nicht vergütet. An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 1.015
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.075
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.172

Stand: 02.12.2019

Zum Film

✉ Beitrag per Email versenden

Frauen verdienten immer noch 20 % weniger als Männer

Frauen haben im Jahr 2019 in Deutschland 20 % weniger verdient als Männer. Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern – der unbereinigte Gender Pay Gap – war damit um 1 % geringer als in den Vorjahren. Anders gerechnet: Frauen verdienten mit durchschnittlich 17,72 Euro brutto in der Stunde 4,44 Euro weniger als Männer (22,16 Euro). 2018 hatte die Differenz 4,51 Euro betragen.

  • Am größten ist die unbereinigte Entgeltlücke in Baden-Württemberg (-21,4 %), am niedrigsten in Berlin (-11,8 %).
  • Besonders groß ist die bereinigte Lücke in der Immobilienbranche (-12,8 Prozent), im Handwerk (-11,3 Prozent) und im Maschinenbau (-10,6 Prozent).
✉ Beitrag per Email versenden