Modernisierte Ausbildung für Metallbildner

Modernisierte Ausbildung für Metallbildner

© BIBB/Bretschneider

Aufschrumpfen und Patinieren, Drücken, Treiben und Ziselieren – unter diesen Tätigkeiten können sich die meisten in Verbindung mit Metall sicher wenig vorstellen. Es sind Ausbildungsinhalte für Metallbildner/-innen, einen künstlerisch-gestaltenden Beruf der Metallbearbeitung. Die modernisierte Ausbildungsordnung bietet Spezialisierungsmöglichkeiten in den Fachrichtungen Gürtler-, Metalldrück- und Ziseliertechnik und tritt zum 1. August 2016 in Kraft.

Besser bekannt als die Fachbegriffe für die Bearbeitungstechniken sind die Produkte, die Metallbildner/-innen herstellen, zum Beispiel Treppengeländer, Leuchten und Kerzenständer, Tür- und Möbelbeschläge, Pokale oder sakrale Gegenstände. Auszubildende lernen alles über den Werkstückentwurf, das Anfertigen technischer Zeichnungen und Muster bis hin zum Bearbeiten von Werkstücken durch spanende, umformende und oberflächenverändernde Verfahren. Auch das anschließende Verbinden von Werkstücken, die Oberflächenbearbeitung und schließlich Qualitätskontrolle der hergestellten Werkstücke sowie die Übergabe an Kunden sind Bestandteil der Berufsausbildung.

Eine Spezialisierung dieser Inhalte erfolgt fachrichtungsspezifisch: Die Fachrichtung „Gürtlertechnik“ hat nichts mit Gürteln zu tun; hier steht der Umgang mit Formteilen, Hohlkörpern und Gussteilen im Mittelpunkt. Als Besonderheit spielt hier zudem die Elektrifizierung von Bauteilen, beispielsweise für beleuchtete Briefkasten- und Klingelanlagen, eine Rolle. Die Herstellung rotationssymmetrischer Hohlkörper in konischen, kugeligen und zylindrischen Grundformen zeichnet die Fachrichtung „Metalldrücktechnik“ aus, und Charakteristikum der Fachrichtung „Ziseliertechnik“ ist das gestaltende Bearbeiten von ein- und mehrteiligen Abgüssen, etwa zur Herstellung von Skulpturen. Allen Fachrichtungen gemeinsam ist zudem die Herstellung von jeweiligen Spezialwerkzeugen.

Metallbildner/-innen arbeiten in Metallwerkstätten sowie – je nach Fachrichtung – in Betrieben der Herstellung und Gestaltung metallischer Gebrauchs- und Ziergegenstände, Metalldrückereien oder kunsthandwerklichen Betrieben und Kunstgießereien. Fachkräfte können sich im Anschluss zum/zur Metallbildnermeister/-in im Bereich Gürtler-, Metalldrück- oder Ziseliertechnik weiter qualifizieren. Zudem besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung zum/zur Gestalter/-in Metalltechnik und zu fachspezifischen Studiengängen.

Gefällt Ihnen diese Seite?

Bitte bewerten Sie uns!

Durchschnitt 0 / 5. Bewertungen: 0

✉ Beitrag per Email versenden

Auch interessant:

Das Steuerrecht ist ein umfangreiches und scheinbar unübersichtliches Themengebiet. Dennoch ist es für Arbeitnehmer unumgänglich, sich damit zu befasse..... weiter >>
Das letzte Schuljahr ist angebrochen. Noch wenige Monate und das Thema „Schule“ ist Geschichte. Und dann? Auch wenn so mancher darauf (noch) keine Lus..... weiter >>
Klar, Daimler und die Deutsche Bank, Allianz und BOSCH kennt jeder. Dort bewirbt sich auch (fast) jeder – jede Menge Konkurrenz also. Aber wer bildet au..... weiter >>
Für eine eigene Penthouse-Wohnung dürfte es bei den allerwenigsten reichen, aber es bleibt trotzdem noch eine Menge Auswahl. Also, was soll´s denn sein..... weiter >>
Das macht doch jeder, also kann es gar nicht verboten sein, mag mancher Arbeitnehmer denken. Doch Vorsicht: Wenn Mitarbeiter die Regeln ihres Betriebes mi..... weiter >>
Rechtschreibfehler, falsch recherchierte Ansprechpartner, zu große Dateien: Laut Personalverantwortlichen bringen sich bis zu 75 % aller Bewerber mit gra..... weiter >>
„Im ersten Jahr hab‘ ich die Halle gefegt, im Zweiten aufgeräumt und vor der Prüfung durfte ich dann auch mal das Werkzeug sortieren“ – so oder ..... weiter >>
Schon irgendwie fies: Sie sollen Ihr ganzes bisheriges Leben auf einem Blatt unterbringen. Tabellarisch, ohne Schnörkel und Ausschmückungen, ohne Fußno..... weiter >>
Wer studieren möchte muss sich früher oder später mit dem Numerus Clausus (NC) auseinandersetzen – und sei es um festzustellen, dass der gewünschte ..... weiter >>
Natürlich, so ziemlich jeder ist heute drin im Internet – wenn nicht mit einem eigenen Zugang, dann bei Freunden, in der Schule oder übers Internetcaf..... weiter >>
Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte – ­knapper lässt sich das Gewicht Ihres Bewerbungsfotos nicht beschreiben.Bevor in der Personalabteilung jemand Ihr..... weiter >>