Deutschland hat Kohlekraft um 11 Gigawatt reduziert

Deutschland hat Kohlekraft um 11 Gigawatt reduziert

Deutschland hat sich seit dem Jahr 2000 immer weiter aus der Kohlekraft verabschiedet und im Zeitraum von 2000 bis 2021 fast doppelt so viele Kohlekraftwerkskapazitäten stillgelegt als neu in Betrieb genommen. Das könnte sich in naher Zukunft ändern: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat angekündigt, dass er mehr Kohlekraftwerke für die Stromgewinnung einsetzen möchte.

Die Kohlekraftwerke sollen die Stromerzeugung in den mit Erdgas befeuerten Kraftwerken so weit wie möglich ersetzen, um Erdgas einzusparen weil der russische Staatskonzern Gazprom den Gasfluss durch die Ostseepipeline Nord Stream deutlich verringert.

Die Stromerzeugungskapazität der Kohlekraftwerke in Deutschland liegt im Jahr 2021 bei insgesamt 39,9 Gigawatt. Sie wird bereits von Wind- und Photovoltaik-Anlagen übertroffen. Deutschland trägt mit einem Anteil von unter einem Prozent an der weltweiten Kohleproduktion bei. China fördert mehr als die Hälfte der globalen Kohle. Hierzulande wurden im Jahr 2018 noch etwa 1,8 Millionen Tonnen Steinkohle im Ruhrgebiet gefördert. Insgesamt umfasste die Kohleproduktion in Deutschland im Jahr 2020 ein Volumen von etwa 107 Millionen Tonnen. Der übrige Bedarf wird durch Importe aus dem Ausland gedeckt. Die Einfuhrmenge von Steinkohle aus der EU lag im Jahr 2021 bei etwa 1,3 Millionen Tonnen. Gleichzeitig wurde im genannten Jahr mehr als die Hälfte der gesamten Einfuhr von Steinkohle in Deutschland aus Russland importiert.

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